Der Bruch zwischen Elon Musk und Donald Trump erklärt

Donald Trump und Elon Musk

Donald J. Trump und Elon Musk gehören zu den größten Alphatieren auf dem Planeten. Beide haben nicht nur massive Egos, sondern sind auch Nachrichtenjunkies. Über die letzten zwölf Jahre gerieten beide immer wieder einmal aneinander und stritten sich öffentlich über verschiedene Themen – oft auch mit sehr deutlichen Worten –, unterstützten sich später aber auch wieder, wenn gemeinsame Interessen bestanden. Seit Elon Musk am 13.07.2024 verkündete, er werde Donald J. Trump im Wahlkampf unterstützen, wuchs eine öffentliche Männerfreundschaft zwischen beiden, die bis tief ins Familiäre ging. Die gegenseitige Unterstützung war enorm. Die Demokraten und die linken Medien sahen natürlich, welche Stärke aus dieser Kooperation für beide erwuchs, und torpedierten diese von Beginn an.

Nachdem Trump sein Amt antrat und Musk als Regierungsberater das DOGE leitete, begannen die Medien, einen Keil zwischen beide zu treiben, indem sie behaupteten, Musk sei der wahre Präsident. Auch wenn Trump dies nicht öffentlich zeigte, dürfte ihn das enorm geärgert haben und seine Seele so sehr belastet, dass eine Antipathie gegen Elon Musk langsam wuchs – wie sich später erstmals in einer Sitzung zeigte, als er mit Marco Rubio Stellung gegen Musk bezog und später sagte, dass Musk kein Minister sei und nicht in deren Aufgabenbereich hineinregieren könne.

Januar–Februar 2025: Neue Allianz und frühe Entscheidungen

Nach Trumps Wahlsieg 2024 berief dieser Elon Musk – der rund 250 Mio. US$ in Trumps Wahlkampf investiert hatte – zum Leiter einer neu geschaffenen Regierungsbehörde für Effizienz (Department of Government Efficiency, „DOGE“). Die Einrichtung dieser Behörde gleich zu Beginn von Trumps Amtszeit unterstrich Musks Einfluss; sogar der Name „DOGE“ spielte augenzwinkernd auf ein von Musk favorisiertes Internet-Mem an. In den ersten Wochen von Trumps zweiter Amtszeit trat Musk als wichtiger Berater auf, baute Bürokratie ab und strich Tausende Stellen – etwa bei der Entwicklungsbehörde USAID. Trump und Musk traten demonstrativ geschlossen auf: In einem TV-Interview im Februar lobte Trump Musk mit den Worten „He gets it done. He’s a leader.“ – Musk entgegnete öffentlich „I love the president“.

12. Februar 2025: Trotzdem führte Trump zeitgleich einen Prozess gegen die Plattform X wegen seiner früheren Kontosperrung durch Twitter und erhielt daraus 10 Mio. US$ im Vergleich. Von der Plattform Meta (Facebook) erhielt er ebenfalls 25 Mio. US$ – ebenfalls als Vergleichszahlung für eine Kontosperrung.

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März 2025: Der Schwarze Montag und Trumps Loyalitätsbekundung

10. März 2025: Elon Musk musste an diesem Tag eine Serie schwerer Rückschläge hinnehmen. Eine SpaceX-Test-Rakete des Typs Starship „Ship 30“ explodierte bei einem Testflug über dem Golf von Mexiko, die Plattform X erlebte einen flächendeckenden Ausfall – und die Tesla-Aktie fiel um mehr als 15 %. Beobachter sprachen vom „Black Monday“ für Musk.

11. März 2025: Trump stellte sich demonstrativ hinter Musk. Auf Truth Social schrieb er, er werde sich „morgen früh einen neuen Tesla kaufen“, und lobte Musk als „Patrioten, der alles riskiert, um unser Land zu retten“. Musk bedankte sich noch am selben Tag öffentlich auf X. Trump beschuldigte gleichzeitig linke Kräfte, Tesla und Musk gezielt zu sabotieren. Denn zu diesem Zeitpunkt fanden ebenfalls weitflächige Sabotageaktionen gegen Tesla-Standorte statt: Fahrzeuge wurden angezündet, Ladestationen zerstört und der Verkauf durch Proteste vielerorts unterbrochen.

Elon Musk stand also unter enormem geschäftlichen und öffentlichen Druck, während er zeitgleich seine Energie in die Verschlankung der US-amerikanischen Bürokratie steckte. Zu diesem Zeitpunkt schien die Allianz zwischen beiden noch stabil – doch die Dynamik hatte sich bereits verändert.

 

April 2025: Rückzug aus dem Weißen Haus

Mitte April 2025: In internen Kreisen des Weißen Hauses wurde zunehmend deutlich, dass Elon Musk seltener zu Beratungen erschien und seinen direkten Einfluss auf Kabinettsentscheidungen zurückfuhr. Minister, die bereits öffentlich mit Musk aneinandergeraten waren, forderten eine klare Trennung zwischen operativer Regierungstätigkeit und dem externen Beraterstatus des DOGE-Leiters.

Ende April 2025: Musk hatte die Leitung von DOGE von Beginn an als zeitlich befristeten Einsatz bis Ende April geplant. Er verabschiedete sich planmäßig aus dem Regierungsapparat und kündigte an, sich nun wieder verstärkt seinen unternehmerischen Aufgaben zu widmen. Die Kommunikation war freundlich, aber deutlich: Musk sprach davon, seine Mission im Weißen Haus sei „in großen Teilen erfüllt“. Präsident Trump bestätigte die Entscheidung in einem gemeinsamen Termin im Oval Office und sagte wörtlich: „Elon wird nicht wirklich gehen. Er bleibt Teil unserer Bewegung.“

Leistung von DOGE bis dahin: Nach internen Zahlen hatte Musks Behörde DOGE bis zu diesem Zeitpunkt Einsparungen von rund 160 Milliarden US-Dollar in nur wenigen Monaten erzielt. Das von Musk kommunizierte Ziel der endgültigen Einsparung von einer Billion Dollar durch die Arbeit von DOGE erscheint damit plausibel, wenn man berücksichtigt, dass noch über dreieinhalb Regierungsjahre Zeit sind, um dies zu erfüllen

Einschätzung: Der April markiert den Wendepunkt: Musk verliert seinen direkten Regierungseinfluss, Trump distanziert sich erstmals spürbar, und das Machtgleichgewicht verschiebt sich. Die Medien nutzten Musks geplanten Ausstieg aus DOGE, um diesen als Rausschmiss und Abgang in Schande nach unerfüllter Arbeit zu framen und einen weiteren Keil zwischen Musk und Trump zu treiben. Der offizielle Bruch blieb noch aus – doch die Voraussetzungen dafür waren nun gelegt.

Mai 2025: Trumps große Reform – und Musks offener Widerspruch

Anfang Mai 2025: Nur wenige Tage nach Musks planmäßigem Ausscheiden stellte Präsident Trump das zentrale Gesetzesvorhaben seiner zweiten Amtszeit vor: die „One Big Beautiful Bill Act“. Das über 1.000 Seiten starke Reformpaket sah massive Steuererleichterungen für Unternehmen, Familien und Mittelstand vor – zugleich aber auch den Abbau von Subventionen, vor allem im Bereich grüner Technologien. Das Gesetz markierte den politischen Höhepunkt von Trumps Strategie: Wirtschaft fördern, Staat verschlanken, nationale Souveränität stärken.

Profiteure Benachteiligte
Energie-, Verteidigungs-, Agrarsektor Erneuerbare-Energie-Branche
Mittelstand, Unternehmer, Familien NGOs, Einwandererhilfeorganisationen
Grenzschutz- und Sicherheitsindustrie Empfänger staatlicher Sozialleistungen
Staatshaushalt (durch Kürzungen) Non-Profits, Bildungsinitiativen
Bundesbeamte und Beamten-Gewerkschaften

Mitte Mai 2025: Elon Musk zeigte sich erstmals öffentlich kritisch. In mehreren Beiträgen auf X schrieb er, dass das Gesetz mit „überflüssigen Ausgaben“ überladen sei und das Haushaltsdefizit gefährlich steigen lasse. Zwar begrüßte er prinzipiell Steuersenkungen, doch das Paket enthalte zu viele Sonderinteressen und zu wenig echte Strukturreform. Besonders deutlich wurde er bei der Kritik an der geplanten Streichung von Steuervergünstigungen für Elektroautos und Solartechnologie – ein direkter Schlag gegen Tesla und Tesla Energy.

Betroffene Musk-Unternehmen Auswirkungen
Tesla Verlust von EV-Steuergutschrift, Absatzrückgang
Tesla Energy Wegfall von Solarförderung und Energiespeicher-Anreizen
SolarCity Verlust von Subventionen für Infrastrukturprojekte
SpaceX Mögliche neue Verteidigungsaufträge, noch offen
Starlink Profitpotenzial bei Sicherheit und Kommunikation
Neuralink / Boring Company / X.AI Keine direkte Betroffenheit erkennbar
X (ehem. Twitter) Politisch neutral, keine Gesetzesauswirkung

Wirtschaftlicher Hintergrund: Die Reform sah unter anderem die Abschaffung der EV-Steuergutschrift (7.500 US$) sowie die Beendigung zahlreicher Förderprogramme aus dem „Inflation Reduction Act“ vor. Für Tesla, SolarCity und andere Musk-nahe Unternehmen bedeutete dies den Verlust von Milliarden an Subventionen über die kommenden Jahre. Gleichzeitig konnten SpaceX und Starlink potenziell vom massiv erhöhten Verteidigungshaushalt profitieren – doch Musk hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine neuen Aufträge in Aussicht.

Ende Mai 2025: Musk erhöhte den Druck. In einem Interview mit CBS sprach er von einem „politischen Irrtum“, der das Vertrauen der Bürger untergrabe. Er betonte, dass DOGE auf Effizienz gesetzt habe – doch das Gesetz bringe „Pork spending in disguise“. Die Behauptung Musks, dass der One Big Beautiful Bill Act zu massiven Schuldenerhöhungen der USA führen würde, ist jedoch grundfalsch. Tatsächlich handelt es sich um eine Staats- und Subventionsverschlankung, die jährlich 40–60 Milliarden US-Dollar Ersparnis bei gleichzeitig enormer Wirtschaftsförderung für die USA bringen wird.

Bereich Maßnahme Geschätzte Einsparung (über 10 Jahre)
Energie & Umwelt Streichung von IRA-Förderungen & grünen Programmen ca. 200–300 Mrd. US$
Gesundheit & Sozialleistungen Einschränkungen bei Medicaid, SNAP, Obamacare ca. 100–150 Mrd. US$
Bildung & Student Loans Stopp von Schuldenerlassen, Kürzung bei Hochschulen ca. 50–75 Mrd. US$
Verwaltung & Bürokratie Personalabbau, Rentenkürzung bei Bundesbeamten ca. 30–50 Mrd. US$
Einwanderung & Grenzschutz Gebühren & Kürzungen bei Sozialzugang eher neutral bis leicht entlastend
Steuereinnahmen durch Reform Keine Abzüge für Non-Profits, Unis, Illegale ca. 50–100 Mrd. US$ zusätzliche Einnahmen
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Juni 2025: Der offene Bruch – und Trumps Gegenangriff

Anfang Juni 2025: Am 3. Juni veröffentlichte Elon Musk eine Reihe von Beiträgen auf X, in denen er das „One Big Beautiful Bill“-Gesetz scharf angriff. Er forderte seine Follower auf, den Kongress zum Stopp des Gesetzes zu bewegen („Kill the Bill“)

5. Juni 2025: Trump reagierte im Rahmen eines Presseauftritts im Weißen Haus erstmals öffentlich. Neben dem deutschen Kanzler Friedrich Merz stehend, erklärte Trump, Musk sei „enttäuschend“ und „nicht mehr Teil des Teams“. In derselben Ansprache unterstellte er Musk, sich lediglich wegen gekürzter Subventionen und eines abgelehnten Personalvorschlags bei der NASA gegen die Regierung zu wenden. Trump sagte wörtlich: „Ich glaube, er vermisst das Weiße Haus. Manche Leute werden nach dem Abgang feindselig.“

Schlagabtausch in sozialen Medien: Nur Stunden später antwortete Musk auf X: „Ohne mich hätte Trump die Wahl verloren. Und das ist der Dank?“ Er stellte Trumps Führungsstil infrage und begann, X mit angeblichen Beweisen für eine Verbindung zwischen Trump und Jeffrey Epstein zu fluten – dieselben Bilder und Videos, die Demokraten zuvor bereits tausendfach zur Rufschädigung Trumps verbreitet hatten.

Tatsächlich gilt: Gehört man zu den Superreichen, ist jeder mit jedem auf Partys zu sehen – auch Musk war auf Veranstaltungen, bei denen Epstein anwesend war. Das allein ist kein Beleg für eine engere Verbindung. Im Gegenteil: Trump hatte Epstein den Zugang zu seinen Clubs und Hotels untersagt, nachdem er von dessen übergriffigem Verhalten gegenüber Frauen erfuhr, und brach jeglichen Kontakt ab.

Musks Reputationsattentat auf Trump ist daher unterste Schublade – und durch nichts zu rechtfertigen oder zu entschuldigen.

6. Juni 2025: Trump konterte auf Truth Social. Er behauptete, Musk sei „abgenutzt“ gewesen und deshalb gebeten worden zu gehen. Zudem kündigte er an, staatliche Subventionen und Verträge mit Musks Unternehmen prüfen zu lassen. Besonders betonte er: „Wir können Milliarden sparen – und es beginnt mit Elon.“

Musk kündigte an, SpaceX werde sich aus mehreren Regierungsprogrammen zurückziehen, darunter ein Testflug für ein bemanntes Raumkapselprojekt. Er stellte indirekt in Frage, ob Starlink und andere Dienste weiterhin für Bundeszwecke bereitgestellt würden. Damit war aus einem internen Dissens ein offener Machtkampf geworden – mit politischen, wirtschaftlichen und symbolischen Folgen.

Dass Elon Musk darüber überrascht ist, dass Trump massiv Subventionen im neuen Energiebereich und für Elektrofahrzeuge streichen würde, ist verwunderlich. Denn genau dies war eines seiner zentralen Wahlversprechen. Musks Gegenattacke gegen die „One Big Beautiful Bill“ ist durchaus nachvollziehbar – schließlich ist Elon Musk seinen Unternehmen so verpflichtet, wie Donald Trump als Präsident seinem Land. Die persönliche Schmutzkampagne, die Trump als Freund eines Pädophilen darstellen soll, wirft allerdings ein überdeutliches Licht auf Musks Charakter – und schadet ihm weit mehr, als sie Trump schadet.

 

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