Tragischer Jagd-Unfall in Südafrika
Anfang August kam es in der Limpopo-Provinz Südafrikas zu einem tragischen Vorfall: Der 52-jährige texanische Unternehmer und Jäger Asher Watkins wurde von einem ausgewachsenen Kaffernbüffel tödlich verletzt. Watkins befand sich auf einer geführten Jagd mit Coenraad Vermaak Safaris (CV Safaris), einem der ältesten Jagdreiseanbieter Südafrikas. Auf einem rund 20.000 Hektar großen Privatgelände, das für seine Trophäenjagd in Südafrika bekannt ist, verfolgte er gemeinsam mit einem Berufsjäger und einem Fährtenleser einen Büffel. Plötzlich brach das Tier aus dem Dickicht, stürmte ohne Vorwarnung und rammte Watkins mit voller Wucht. Trotz sofortiger Hilfe verstarb er noch am Unfallort.
Häme und Spott im Netz
Die Reaktionen in sozialen Medien fielen wie üblich bei Jagdunfällen hämisch aus. Kaum ein Beitrag, in dem nicht erwähnt wurde, dass Herr Watkins „Millionär“ sei – offenbar, um bei neidischen Menschen zusätzlich negative Gefühle ihm gegenüber zu wecken. Kommentare auf Onlinemedien wie X oder Facebook, bezeichneten Watkins‘ Tod als verdiente Strafe für seine Trophäenjagden. Neid, Missgunst und Unkenntnis bringen tausende dazu, sich öffentlich über den Tod eines Menschen zu freuen.
Trophäenjagd in Südafrika: Tradition und Naturschutz
CV Safaris wurde 1970 gegründet und gilt als ältester aktiver Safari-Anbieter Südafrikas. Das Unternehmen bewirtschaftet in Limpopo eine private Konzession von rund 20.000 Hektar, auf der eine Vielzahl an Arten lebt, darunter vier der sogenannten Big Five: Elefant, Kaffernbüffel, Leopard und Nashorn. Dieses Gebiet wird aktiv verwaltet: Bestandskontrollen, Lebensraumpflege und Anti-Wilderei-Maßnahmen gehören zum Alltag. Die Einnahmen aus Jagden fließen seit über einem halben Jahrhundert in die Erhaltung des Geländes, den Schutz der Tierbestände und die Finanzierung von Personal wie Rangern und Wildhütern. CV Safaris hat in all den Jahrzehnten eine einwandfreie Reputation bewahrt – es sind keinerlei Skandale oder Vorwürfe, etwa wegen Missbrauchs oder illegaler Praktiken, bekannt.

Jagd als Instrument des Wildtiermanagements
Regulierte Jagd in privaten Konzessionen trägt direkt und nachweislich zum Schutz von Lebensräumen, Wildtierbeständen und der Artenvielfalt bei. Die Abschussquoten werden von den zuständigen Behörden festgelegt. Diese Form der Nutzung schafft handfeste ökonomische Anreize, Wildtiere zu erhalten, da sie einen unmittelbaren Wert für das Gebiet und die umliegenden Gemeinden darstellen. Für die 10.000 USD, die Herr Watkins für das Jagdrecht an einem Büffel gezahlt hat, kann man in dieser Region einen Wildhüter ein Jahr lang bezahlen und zudem dringend benötigte Ausrüstung wie Funkgeräte oder Geländewagen anschaffen.. Ohne diese Einnahmen würden viele Flächen in landwirtschaftlich genutztes Land umgewandelt – mit der Folge, dass zahlreiche Arten ihren Lebensraum verlieren würden.
Vergleich mit deutscher Jagdpraxis
In Deutschland ist die Hege gesetzlich vorgeschrieben. Jagdpächter müssen für einen gesunden, artenreichen Wildbestand sorgen und dessen Lebensgrundlagen sichern. Dazu gehören Lebensraumpflege, gezielte Bejagung zur Populationskontrolle sowie Maßnahmen gegen Wildkrankheiten. In Deutschland sorgt eine jahrhundertealte Jagdtradition und das Eigeninteresse der Jäger für einen weidgerechten Umgang mit dem Wild und den Erhalt gesunder Bestände. In Südafrika basiert dies auf gesetzlichen Vorgaben und gewinnorientiertem Interesse: Safarianbieter erhalten eine große Artenvielfalt und eine gesunde Population, um Jägern Abschüsse verkaufen zu können – ein Kernelement der Trophäenjagd in Südafrika.
Wer war Asher Watkins?
Asher Watkins war Eigentümer der Watkins Ranch Group in Dallas, einer Immobilienfirma, die sich auf Ranchgrundstücke und Jagdfarmen spezialisiert hatte. Er galt als Experte für Wildtiermanagement und Feuchtgebietsrenaturierung. Watkins war Mitglied mehrerer Naturschutzorganisationen, darunter Ducks Unlimited und lebenslanges Mitglied im Dallas Safari Club, der verschiedene Artenschutzprojekte unterstützt. Freunde und Familie beschrieben ihn als warmherzigen, hilfsbereiten Menschen.
Der moralische Aspekt
Die Freude über den Tod eines Menschen, ohne dessen Leben und Handeln im Detail zu kennen, ist Ausdruck von unchristlicher Empathielosigkeit. Kritik an der Trophäenjagd ist meist reine Unkenntnis. Watkins‘ Engagement für Naturschutz und sein Beitrag zur Erhaltung von Lebensräumen blieben sowohl in den Presseartikeln wie auch in den Onlinekommentaren unerwähnt.
Verständnis wächst aus Wissen, nicht aus Häme.

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