Das klassische Trolleyproblem
In der klassischen Definition des Trolleyproblems sieht man einen Zug auf eine Gruppe von Menschen zufahren, die auf den Gleisen festgebunden sind. Die einzige Möglichkeit, diese rechtzeitig zu retten, besteht darin, per Hebel die Weiche umzustellen und den Zug auf das Nebengleis umzulenken. Doch auch dort ist ein einzelner Mensch festgebunden.
Das moralische Problem lautet: Lässt man den Zug weiterfahren, bleibt man nur Beobachter eines Unglücks, das man hätte verhindern können. Lenkt man den Zug jedoch um, trägt man aktiv die Schuld am Tod eines Menschen – und damit hat man seine eigene Seele beschmutzt und sich selbst verdammt.
Den meisten anständigen und vor allem gläubigen Menschen fällt diese Entscheidung sehr schwer. Wird man zum Mörder, um andere zu retten?

Das politische Trolleyproblem
Es gibt aber auch ein politisches Trolleyproblem, vor dem in den vergangenen Jahren hunderte deutsche Bundestagsabgeordnete standen. Für jeden anständigen Menschen wäre es keiner Diskussion wert und die Entscheidung wäre sofort klar. Dieses Trolleyproblem sieht wie folgt aus: Ein Zug fährt auf einer Strecke, auf der drei Personen liegen, die mir egal sind oder die ich mag. Lenke ich den Zug aber um, werden fünf dieser Personen überfahren, aber zusätzlich auch noch fünf weitere, die ich hasse.
Diese Frage wurde unter anderem am 28. April 2022 und am 22. Februar 2024 dem Bundestag gestellt. Einmal entschieden sich 586 und einmal 382 Abgeordnete dafür, den Hebel umzulegen. Durch die Waffenlieferung an die Ukraine übernahm man direkt Verantwortung dafür, aus einem begrenzten Konflikt einen inzwischen über drei Jahre dauernden Krieg mit über zwei Millionen Toten zu machen. Wer damals die Hand gehoben hat, ist ohne jede Frage am Tod dieser Menschen schuldig.
Etwas anderes wäre es, wenn irgendeine Form von Verteidigungspakt oder Vereinbarung bestanden hätte. Dann hätte diese Entscheidung bereits jemand anderer für einen getroffen. Er hätte diesen Hebel vor langer Zeit umgelegt und man wäre nur der Zuschauer. Aber es gab keinen – keine Vereinbarung, keinen Pakt, keine internationale Verpflichtung. Die Entscheidung lag bei jedem einzelnen Parlamentarier ganz alleine, ob er diese Menschen töten wollte oder nicht.

Schuld vor Gott und Partei
Aus religiöser Sicht kommen die Mörder von inzwischen zwei Millionen Menschen natürlich in die Hölle. Denn da gibt es keine Teilschuld, Mitschuld oder „bisschen Schuld“, sondern nur die klare Frage: Hebe ich meine Hand – und tausende sterben.
Noch schlimmer wird es, wenn man sich des Grundes bewusst ist, warum so abgestimmt wurde. Die Abstimmungen waren namentlich, und so musste sich jeder nicht nur vor sich selbst und vor Gott rechtfertigen, sondern auch vor seiner Partei. Wer bei solch einer Frage „falsch“ abstimmt, kann seine zukünftige Karriere vergessen. Dann gibt es kein Abgeordnetengehalt, keinen Fahrservice, keine Regierungsflieger, keine dauernden Aufenthalte in den Top-Hotels der Welt. Und wer die Politik Deutschlands in den letzten 20 Jahren verfolgt hat, weiß: Dies – und nur dies – ist für fast alle Bundestagsabgeordneten der Haupt-, wenn nicht gar der einzige Grund, warum sie in die Politik gegangen sind.
Politischer Mord durch Dienste
Geheimdienste morden auf verschiedene Arten – und jede hat ihre eigene Logik.
Es gibt Morde, bei denen man will, dass der Gegner sofort weiß, wer dahintersteckt. Dann tritt vor Zeugen ein Mann aus dem Schatten und schießt, oder eine Bombe geht vor dem Privathaus eines Regierungsmitglieds hoch.
Will man eine Person aus dem Spiel nehmen, ohne dass es jemand merkt, dann stirbt sie plötzlich an „Herzversagen“.
Doch will man in aller Öffentlichkeit eine Botschaft schicken, die man jederzeit leugnen kann, dann tötet man die Zielperson und noch andere. Ging die Bombe hoch, weil der Diplomat vor Ort war und tötete noch zehn andere? Oder war es ein Terroranschlag, und der Diplomat war nur zufällig dort? Der Politiker weiß: In der Politik gibt es keine Zufälle. Der Journalist traut sich nicht, so weit zu gehen. Die Botschaft ist angekommen – die Öffentlichkeit ahnt nichts.
Botschaften im Inneren
Es sterben fünf Oppositionspolitiker in kurzer Zeit, dann in einer zweiten Welle sechs AfD-Politiker. Die AfD weiß es. Der Journalist kann behaupten, es seien ja auch andere gestorben. Die Öffentlichkeit glaubt nicht das Politiker so weit gehen würden.
Die Ungeheuerlichkeit, dass irgendjemand in unserer Regierung so etwas moralisch verantworten könnte, ist gar keine. Erinnern Sie sich an das Ukraine-Trolleyproblem? Die gleichen Parlamentarier haben mehrfach in Folge die Hand gehoben und Hunderttausende umgebracht; Für Champagner, Filet Mignon und Bahncard erster Klasse.

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