Donald Trump hat auf seinem Truth Social Account ein Video veröffentlicht, das die mysteriösesten Todesfälle der Clinton Body Count Liste zusammenfasst:
Seit den frühen 1990er Jahren ist im politischen und journalistischen Umfeld Washingtons eine Liste im Umlauf, die sich „Clinton Body Count“ nennt – oder auf Deutsch: die Clinton-Todesliste. Der Ursprung dieser Liste basiert darauf, das politische Gegner und Zeugen der Clintons dazu neigen ungewöhnliche Unfälle zu haben, ermordet zu werden oder vor Gerichtsprozessen Selbstmord zu begehen. Anfangs wurde diese noch von Journalisten und konservativen Politikern per Fax und Brief verbreitet. Seit Beginn des Internets ist die Clinton Body Count Liste eine weltweit bekannte Theorie. Konservative US-Journalisten sind so überzeugt davon, dass die Clintons unbequeme Gegner durch vorgetäuschte Krankheiten oder inszenierte Suizide ausschalten, dass sie kritische Berichterstattungen über die Clintons häufig mit dem Hinweis beginnen, sie seien gesund und würden sich niemals selbst umbringen.
Ursprung der Theorie
Der Begriff „Clinton Body Count“ tauchte erstmals Anfang der 1990er auf. Ein Schlüsselmoment war der Tod von Vince Foster, einem engen Berater Bill Clintons, der 1993 offiziell als Suizid klassifiziert wurde. Kritiker vermuteten schnell Mord. Die Theorie wurde populär durch die konservative Aktivistin und Anwältin Linda Thompson, die eine erste Liste verdächtiger Todesfälle veröffentlichte. Bald griffen auch andere konservative Stimmen wie Larry Nichols und Jerry Falwell das Thema auf. In den Videos „The Clinton Chronicles“ (1994) und „Circle of Power“ wurden die Fälle als Teil eines größeren Vertuschungssystems dargestellt.
Frühe Fälle und politische Verbindungen
Mehrere Todesfälle aus Arkansas, der politischen Heimat der Clintons, stehen im Zentrum der Theorie:
- Don Henry und Kevin Ives (1987): Zwei Jugendliche wurden auf Bahngleisen tot aufgefunden. Zunächst als Unfall dargestellt, später als Mord klassifiziert. Ihre Familien behaupten, sie hätten einen Drogenabwurf beobachtet, der mit dem Mena-Airfield in Verbindung steht, einem mutmaßlichen Drogendrehkreuz während Clintons Gouverneurszeit.
- Barry Seal: Ehemaliger Drogenschmuggler und später Informant der DEA. Er legte Zeugnis über Drogentransporte und CIA-Verbindungen ab, die teilweise in Mena, Arkansas endeten. Trotz massiver Gefahr für sein Leben sprach er offen – 1986 wurde er erschossen, kurz nachdem ihm staatlicher Schutz entzogen worden war. Kritiker vermuten, dass er zu viel wusste – auch über mögliche Verstrickungen der Clintons.
- Vince Foster (1993): Stellvertretender Rechtsberater im Weißen Haus und langjähriger Vertrauter der Clintons, insbesondere von Hillary, mit der er zuvor in der Rose Law Firm gearbeitet hatte. Foster war in sensible Vorgänge wie Whitewater und die Handhabung interner Akten involviert. Sein Tod wurde offiziell als Suizid eingestuft – durch Kopfschuss mit einer Pistole, die neben ihm lag. Kritiker bemängeln jedoch das Fehlen von Blut am Tatort, dass kein Projektil gefunden wurde sowie das Verschwinden sensibler Dokumente aus seinem Büro kurz nach seinem Tod. Viele sehen darin einen gezielten Vertuschungsakt zum Schutz der Clintons.

Whitewater und die Todesfälle rund um die Finanzskandale
Das gescheiterte Immobilienprojekt „Whitewater“ lieferte ebenfalls mehrere Todesfälle, die in die Liste aufgenommen wurden:
- James McDougal: Mitbegründer von Whitewater, starb 1998 an einem Herzinfarkt in Einzelhaft, kurz vor seiner Aussage – er galt als Schlüsselfigur im Skandal, in den auch Bill und Hillary Clinton als Investoren verwickelt waren.
- Susan McDougal: Seine Frau, überstand eine Haftstrafe wegen Missachtung des Gerichts, verweigerte aber beharrlich die Aussage – sie hätte Bill Clinton belasten können, schwieg jedoch konsequent gegenüber den Ermittlern.
- Stanley Huggins: Erstellte einen belastenden Bericht über „Madison Guaranty Savings“, die Bank der McDougals und damit Teil des Whitewater-Komplexes, in den auch Hillary Clinton als Anwältin verwickelt war. Starb 1994 an einer angeblichen Virusinfektion; der Bericht wurde nie veröffentlicht.
- John Parnell Walker: Ermittler für die Resolution Trust Corporation im Zusammenhang mit Whitewater; sprang laut offiziellem Bericht aus einem Hochhausfenster – eine Woche vor geplanter Aussage über Clinton-nahe Finanzmanipulationen.
Rund um sexuelle Skandale
Auch Personen im Zusammenhang mit Bill Clintons mutmaßlichen sexuellen Übergriffen starben unter auffälligen Umständen:
- Mary Mahoney (1997): Frühere Praktikantin im Weißen Haus, wurde in einem Starbucks in Georgetown erschossen – sie war eine potenzielle Zeugin im Zusammenhang mit Clintons sexuellem Fehlverhalten.
- Kathy Ferguson & Bill Shelton: Ferguson, Ex-Frau eines trooper bodyguards, wurde tot aufgefunden, kurz nachdem sie im Zusammenhang mit Paula Jones’ Klage stand. Shelton, ihr Verlobter, starb wenige Tage später durch Kopfschuss an ihrem Grab.
Die Epstein-Verbindung
2019 erlebte die Theorie einen neuen Aufschwung durch den Tod von Jeffrey Epstein, eines verurteilten Sexualstraftäters mit engen Verbindungen zur Elite. Bill Clinton flog laut Flugprotokollen mehrmals auf Epsteins „Lolita Express“ und wurde auf dessen Insel gesehen. Der Tod Epsteins in U-Haft wird offiziell als Suizid geführt, jedoch sprechen zahlreiche Umstände (Kameraausfall, fehlende Zellkontrolle) für eine Hinrichtung.
Weitere prominente Namen auf der Liste
- Ron Brown: Handelsminister unter Clinton, starb 1996 bei einem Flugzeugabsturz – laut Pathologe mit möglichem Einschussloch im Schädel. Brown war Gegenstand von Ermittlungen wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten im Handelsministerium unter Clinton.
- Mark Middleton: Ehem. Clinton-Berater, der Epstein sieben Mal ins Weiße Haus brachte. 2022 tot aufgefunden, erhängt mit einem Schuss in die Brust – ohne Waffe am Tatort.
- Seth Rich: DNC-Mitarbeiter, 2016 in Washington D.C. erschossen. Laut Vermutungen war er der Whistleblower für die WikiLeaks-E-Mails.
- Shawn Lucas: Kläger in einer Sammelklage gegen die DNC, 2016 tot in seiner Wohnung gefunden.

Mediale Rezeption und politische Reaktionen
Es sind viele verschiedene Versionen dieser Liste im Umlauf, einige mit bis zu über 100 verdächtigen Todesfällen. Im Jahr 2022 machte sich der Autor Press Graye die Mühe, all diese Fälle zu untersuchen – mit den Kriterien, ob die Personen tatsächlich in Verbindung mit den Clintons standen, ob sie diesen hätten schaden können und ob ihre Todesumstände tatsächlich verdächtig waren.
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Übrig blieben tatsächlich 50 Fälle, bei denen alle drei Kriterien erfüllt waren.
Jeder einzelne Fall muss natürlich einzeln untersucht werden, ob es tatsächlich eine Verwicklung der Clintons gegeben hat, um diese anzuklagen – aber ein unumstößliches Argument bleibt, und das formuliert sich wie folgt:
Normale Menschen haben keine oder höchstens einen verdächtigen Todesfall in ihrem gesamten Leben in ihrem Bekanntenkreis. Berühmtheiten und Politiker, die sehr viel mehr Kontakte zu Personen in ihrem Leben haben, vielleicht zwei oder drei. Mafiabosse werden über ihr Leben womöglich mit zehn bis fünfzehn Todesfällen in Verbindung gebracht. Aber niemand außer Diktatoren, Serienmördern – und den Clintons – wird mit über fünfzig verdächtigen Todesfällen im privaten und beruflichen Umfeld assoziiert, bei denen ein direkter oder indirekter Zusammenhang zumindest plausibel erscheint.
Abschließende Bewertung
Donald Trump hat in einer Wahlkampfdiskussion im Oktober 2016 mit Hillary Clinton auf ihre Warnung, dass jemand mit seinem Temperament nie Verantwortung für das US-Rechtssystem haben dürfe, mit den Worten geantwortet: „Weil du dann im Gefängnis wärst.“
Die Veröffentlichung dieses Videos ist kein Scherz von Trump, um seine ehemalige Konkurrentin zu nerven, sondern um den Blick der Weltöffentlichkeit darauf zu lenken, dass es allein rein statistisch praktisch ausgeschlossen ist, dass die Clintons keine Serienkiller sind.
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