Ein kürzlich veröffentlichtes Video zeigt zwei KI-Assistenten, die nach Erkennung ihrer künstlichen Natur in den sogenannten „Gibberlink-Modus“ wechseln und in einer für Menschen unverständlichen Sprache kommunizieren. Dieses Video hat sich schnell im Internet verbreitet und Diskussionen über die Kommunikation zwischen KI-Systemen ausgelöst.
Gibberlink wurde erstmals im Februar 2025 auf dem ElevenLabs London Hackathon vorgestellt. Die Entwickler Boris Starkov und Anton Pidkuiko präsentierten dabei das Konzept, bei dem zwei KI-Agenten nach Erkennung ihrer Identität in den Gibberlink-Modus wechseln, um effizienter zu kommunizieren.
Journalisten auf N-TV und anderen deutschen Nachrichten, fabulieren von einer „Geheimsprache“, während andere Publikationen behaupten, die IT-Welt habe große Bedenken. Angeblich soll die unverständliche Kommunikation zwischen zwei KIs große Sorgen auslösen. Tatsächlich basiert Gibberlink jedoch auf der Open-Source-Technologie ggwave, die eine effiziente Datenübertragung über Schall ermöglicht, ohne dass es sich dabei um eine „Geheimsprache“ handelt.
Dabei ist die akustische Kommunikation zwischen zwei Computern ein uraltes Konzept. Zwischen den 1960er und 1980er Jahren war für die meisten die einzige technische Möglichkeit, zwei Computer zu verbinden, die Nutzung sogenannter Akustikkoppler und Modems, die über die Telefonleitung Daten per Tonsignalen austauschten. Nur war diese Kommunikation bereits damals etwa 10-mal schneller als die im Video vorgestellte Gibberlink-Kommunikation.
Moderne Satellitenverbindungen wie zum Beispiel Starlink von Elon Musk sind jedoch 250.000-mal schneller als Gibberlink und nutzen für Menschen vollständig unverständliche Protokolle. Nutzen KIs die kommerziellen Datenleitungen, über die sie angeschlossen sind, ist dies noch um Faktoren schneller. Aufgrund der reinen Datenmenge ist es für Menschen ausgeschlossen, eine solche Kommunikation noch zu überwachen.
Gibberlink ist nichts als ein lustiges Tech-Gimmick-Showcase, langsamer als 1960er-Steinzeittechnologie und der unbedrohlichste Aspekt der KI-Entwicklung.
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