Huthis und die USA: Ursachen, Eskalation und aktuelle Entwicklungen

Huthi Trump

Wer sind die Huthis?

Die Huthi-Bewegung, auch bekannt als Ansar Allah, ist eine schiitische, zaiditische Rebellengruppe aus dem Jemen, die 2014 mit einem Putsch in der Hauptstadt Sanaa die Macht übernahm. Seitdem kontrollieren sie große Teile des Nord- und Westjemens, während der Südjemen, einschließlich der Hafenstadt Aden, von der international anerkannten Regierung und südlichen Separatisten gehalten wird.

Die Eskalation des Konflikts mit den USA

Nachdem die Hamas am 7. Oktober 2023 Israel angegriffen hatte, erklärten die Huthis am 10. Oktober 2023 öffentlich ihre Unterstützung für die Hamas. Sie bezeichneten den Angriff als „legitimen Widerstand“ und drohten mit Vergeltungsmaßnahmen gegen Israel und seine Verbündeten. Kurz darauf begannen die Huthis mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, die jedoch von der israelischen Luftabwehr abgefangen wurden. Parallel dazu verschärften sie ihre Angriffe auf den internationalen Schiffsverkehr im Roten Meer, was schließlich zur direkten Konfrontation mit den USA und Großbritannien führte.

Huthi-Angriffe auf die Schifffahrt

Obwohl die Huthis angaben, nur Schiffe mit Israel-Bezug ins Visier zu nehmen, trafen ihre Angriffe auch neutrale Handelsschiffe. Seit November 2023 wurden über 170 US-Kriegsschiffe und mehr als 140 zivile Frachter attackiert. Dabei wurden mindestens zwei Frachter versenkt, zahlreiche weitere schwer beschädigt. Besonders bekannt wurde die Kaperung des Frachters „Galaxy Leader“, der unter japanischer Flagge fuhr. Die 25-köpfige Besatzung bestand aus Seeleuten aus den Philippinen, Bulgarien, Rumänien, der Ukraine und Mexiko.

Auch Tanker und Containerschiffe ohne erkennbare Verbindung zu Israel gerieten ins Visier. Laut US-Verteidigungsministerium gab es Angriffe auf Schiffe aus verschiedenen Nationen, darunter Griechenland, Japan, Deutschland und Großbritannien. Die Bedrohung zwang zahlreiche Reedereien, den Suezkanal zu meiden und stattdessen die längere Route um Afrika zu nehmen.

Daniele Ganser Europa im Erdölrausch

Reaktion Deutschlands

Deutschland reagierte auf die Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer durch die Entsendung der Fregatte „Hessen“ im Rahmen der EU-Operation EUNAVFOR Aspides. Die „Hessen“ verließ am 8. Februar 2024 ihren Heimathafen Wilhelmshaven und nahm ihren Einsatz im Roten Meer auf. Während ihres Einsatzes wehrte die Fregatte erfolgreich Angriffe der Huthi-Miliz ab. So schoss sie am 27. Februar 2024 zwei feindliche Drohnen ab, die das Schiff ins Visier genommen hatten. Am 6. April 2024 zerstörte die „Hessen“ zudem einen anfliegenden Flugkörper, der auf ein ziviles Handelsschiff zielte. Nach nur zwei Monaten wurde die Hessen wieder abgezogen. Ansonsten wurden zwei Kampfdrohnen, die von Israel zuvor erworben wurden, zurückgegeben und das Budget der Waffenverkäufe an Israel erhöht. Trotz jahrzehntelanger Unterstützungszusicherung für den Ernstfall für Israel war die Unterstützung, als dieser eintrat, kaum mehr als symbolisch.

Reaktion der USA und ihrer Verbündeten

Um den Schiffsverkehr im Roten Meer zu schützen, initiierten die USA im Dezember 2023 die multinationale Koalition „Operation Prosperity Guardian“, an der sich Länder wie Großbritannien, Frankreich, Italien, Kanada und die Niederlande beteiligten. Die Allianz entsandte Kriegsschiffe, um Handelsrouten zu sichern, und setzte auf verstärkte Aufklärung sowie Abwehrsysteme gegen Huthi-Angriffe. Als die Angriffe anhielten, starteten die USA und Großbritannien im Januar 2024 eine Serie gezielter Luftangriffe auf Huthi-Waffenlager, Raketenstellungen und Abschussrampen im Jemen. Diese sollten die militärische Kapazität der Huthis schwächen und ihre Bedrohung für die Handelsschifffahrt reduzieren. Trotz dieser Maßnahmen konnten die Angriffe nicht vollständig gestoppt werden, was die Spannungen in der Region weiter verschärfte.

Aktuelle Lage (März 2025)

Am 15. März 2025 ordnete US-Präsident Donald Trump eine neue Welle von Luft- und Raketenangriffen gegen die Huthi-Miliz an. Ziel waren Radaranlagen, Luftabwehrsysteme sowie Raketen- und Drohneneinrichtungen der Huthis. Diese Angriffe wurden vom Flugzeugträger USS Harry S. Truman aus durchgeführt. Laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth war das Ziel der Operation, die Sicherheit im Roten Meer wiederherzustellen und ein klares Signal an den Iran zu senden, seine Unterstützung für die Huthis einzustellen.

Trump verfolgte die Angriffe per Videoübertragung und erklärte, dass die USA bereit seien, „überwältigende, tödliche Gewalt“ einzusetzen, falls die Huthis ihre Attacken nicht beenden. Die Huthi-Miliz reagierte mit der Drohung, amerikanische Schiffe im Roten Meer weiter anzugreifen. Ihr Anführer Abdul Malik al-Huthi kündigte an, dass die Eskalation fortgesetzt werde, solange die USA ihre Angriffe nicht einstellen.

Trump verhandelt🔗 nicht mit Terroristen und er lässt sich nicht einschüchtern, sondern er stellt ein Ultimatum. Als er 2016 das US-Militär fragte, warum die Bekämpfung von ISIS so lange dauert, antworteten die Generäle, dass Washington sich ständig einmische. Daraufhin befahl Trump die vollständige Vernichtung von ISIS und überließ dem Militär freie Hand. Innerhalb kürzester Zeit verschwand ISIS von der Landkarte.

Abdul Malik al-Huthi hat also aufgrund fehlenden Wissens um die jüngere Geschichte soeben die Huthi-Rebellion beendet.

 

Erhalten Sie regelmäßig klare, unabhängige Analysen und Nachrichten direkt in Ihr Postfach – von GFrei.News.

Auch Updates und Aktuelles zu unserer DSGVO-GEZ-Aktion!

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert