Warum die jährlichen Kosten für den Meeresspiegelanstieg „Peanuts“ sind

Meeresspiegel

Die derzeitigen Ausgaben Deutschlands für Deichbauprojekte, die explizit auf den Meeresspiegelanstieg ausgerichtet sind, belaufen sich auf etwa 1,65 Milliarden Euro. Dies scheint auf den ersten Blick viel zu sein. Doch wenn man die Kosten auf die Laufzeit der Projekte verteilt, relativiert sich dieser Eindruck erheblich. Mit einer durchschnittlichen Projektdauer von 15 bis 25 Jahren betragen die jährlichen Ausgaben lediglich rund 70 Millionen Euro. Im Vergleich mit den 43 Mrd. Kosten der Energiewende pro Jahr ein verschwindend geringer Betrag.

Historische Perspektive: Keine neuen Herausforderungen

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass solche Projekte nur dem üblichen Küstenschutz entsprechen und keine zusätzlichen Deichbauprojekte darstellen, die nur wegen dem Klimawandel erforderlich sind. Erste Deichbauprojekte in Deutschland lassen sich bereits im Mittelalter, etwa ab dem 12. Jahrhundert, nachweisen. Auch in den 19. und 20. Jahrhunderten wurden umfangreiche Deichbauprojekte durchgeführt. Diese waren vergleichbar in ihrem Umfang und ihrer Bedeutung:

  • 19. Jahrhundert:
    • Sophienkoog (1800) und Cecilienkoog (1810): Eindeichungen in Nordfriesland zum Schutz vor Sturmfluten.
    • Verstärkte Deichlinien an der Elbe: Schutz der Marschgebiete vor Überflutung.
    • Küstenschutz in Mecklenburg-Vorpommern: Erste Maßnahmen gegen Erosion und Sturmfluten an der Ostseeküste.
  • 20. Jahrhundert:
    • Eidersperrwerk (1967–1973): Kosten von mehreren hundert Millionen Euro, um die Eiderregion vor Sturmfluten zu schützen.
    • Nach der Sturmflut 1962: Hamburg und Niedersachsen investierten in die systematische Erhöhung und Verstärkung von Elb- und Weserdeichen, ebenfalls im hohen dreistelligen Millionenbereich.
    • Beltringharder Koog (1980er Jahre): Fertigstellung des größten Landgewinnungsprojekts in Schleswig-Holstein mit 34 Kilometern Deichlänge.

Vergleicht man diese Projekte mit den aktuellen, zeigt sich, dass der finanzielle Aufwand für den Schutz der Küstenlinie nicht außergewöhnlich ist. Mit einer Gesamtlänge von 2.389 Kilometern deutscher Küste werden derzeit etwa 28 % der Küstenlinie durch laufende Projekte gesichert. Der Fokus liegt auf besonders gefährdeten Regionen wie der Elbe, der Nordseeküste Schleswig-Holsteins und der Jade-Weser-Region.

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Kosten im Kontext: Meeresspiegelanstieg und Schutzbedarf

Der aktuelle Meeresspiegelanstieg beträgt etwa 3,3 bis 3,9 Millimeter pro Jahr, was bis 2100 zu einem Anstieg von 25 bis 30 Zentimetern führen könnte. Man muss kein Deichexperte sein, um zu verstehen, dass eine Erhöhung der Deiche um 30 Zentimeter in 80 Jahren für eine Industrienation nur einem kleinen Wartungsprojekt entspricht, das man problemlos nebenher umsetzen kann. Moderne Deiche werden ohnehin mit sogenannten Reservehöhen gebaut, die bereits Spielraum für künftige Erhöhungen bieten.

Ein Ausflug in die ferne Vergangenheit

Die Menschen haben bereits in den letzten 10.000 Jahren wesentlich größere Meeresspiegelanstiege bewältigt — und das ohne moderne Technik. Nach dem Ende der letzten Eiszeit stieg der Meeresspiegel um etwa 120 Meter an, mit einer durchschnittlichen Rate von 1 bis 2 Metern pro Jahrhundert. Im Vergleich ist der heutige Anstieg von 3 bis 4 Millimetern pro Jahr ist verschwindend gering.

Wie haben unsere Vorfahren darauf reagiert? Anstatt zu versuchen, das Meer aufzuhalten, passten sie sich an. Siedlungen wurden weiter ins Landesinnere verlegt, neue Ackerflächen erschlossen, und die Menschen nutzten die dynamischen Küstenlinien zu ihrem Vorteil. Historische Beispiele wie die Terpenbauten in Friesland (erhöhte Siedlungsplattformen) zeigen, dass Anpassung an den Meeresspiegel Teil der menschlichen Geschichte ist.

Fazit: Der Meeresspiegelanstieg stellt für Deutschland keinerlei Problem, noch eine ungewöhnliche Herausforderung dar

Die derzeitigen Deichbauprojekte in Deutschland sind vergleichbar mit dem üblichen Küstenschutz, wie er seit Jahrhunderten praktiziert wird. Sie stellen keine besondere Belastung dar und führen zu keinen außergewöhnlichen Anforderungen. Stattdessen wird bei nüchterner Betrachtung offensichtlich, dass es keinen bedrohlichen Meeresspiegelanstieg gibt, mit dem wir nicht mit geringem Wartungsbudget pro Jahr problemlos fertig werden.

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