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Liebe Freunde des kulinarischen Absurditätenbuffets, es ist mal wieder Sonntag und das heißt: „Kochen mit Kora“-Tag.
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„Von Lebensversicherung bis Rentenkasse – fast jede Altersvorsorge wurde schon einmal angezapft, um ein Loch zu stopfen. Übrig bleibt am Ende nur das, was sich noch pressen lässt.“
Der heutige Gruß aus der Küche:
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Sau’rer Hirnpresssack auf’m Spottzeitbredl
🍖 Zutaten (für 1 Presssack – reicht für eine ganze Legislaturperiode):
– 🥩 500 g weichgekochter Regierungsopportunismus, vom Vortag
– 🗣️ 1 grobe Handvoll Stammtischparolen, ungesalzen, dafür doppelt laut
– ✝️ 250 g katholisch eingelegte Moralhäppchen, in Weihwasser eingelegt und mehrfach gebeichtet
– 🌭 1 pseudoheimatlicher Wurstschlauch, gut durchgekaut
– 🍺 3 Löffel Mehl aus gemahlenen Bierdeckelweisheiten, damit’s auch bindet
– 🧈 2 Handvoll fettreicher Versprechungsreste, grob gewürfelt und ranzig
– 🌼 1 unschuldiges Sträußchen Edelweiß
– 🥃 Ein Schuss Franz-Josef-Geist, destilliert aus alten Reden
– 🌫️ Eine Prise Alpennebel, damit keiner sieht, was wirklich drin ist
– 🍃 Ein paar Lorbeerblätter vom angestaubten Ehrenkranz – leicht angebrochen, aber immer noch stolz mitgekocht
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Zubereitung
Den Regierungsopportunismus bei lauwarmer Medienhitze zart schmelzen lassen. Auf keinen Fall umrühren – sonst stockt das Ganze!
Die Stammtischparolen lautstark unterheben, bis der Brei zu brodeln beginnt. Wer’s traditionell mag, schreit dabei ein kräftiges „Mia san mia“ in die Küche.
Nun die Moralhäppchen aus dem Weihwasser fischen, leicht ausdrücken (aber nicht zu sehr – der Schein soll erhalten bleiben) und in die Masse einarbeiten.
Jetzt die Versprechungsreste untermischen – grob gewürfelt und leicht ranzig, sie sorgen für die typische Presssacktextur: knorpelig, aber verdaubar.
Zum Schluss alles in den pseudoheimatlichen Wurstschlauch füllen – täuschend echt, zünftig dekoriert und dehnbar genug für jede Kehrtwende.
Die Enden auf keinen Fall mit dem „Roten Faden“ verschnüren.
Gegart wird traditionell – in einer Brühe aus synthetisch hergestellter Volksnähe, einem guten Löffel Mehl aus gemahlenen Bierdeckelweisheiten, ein paar Lorbeerblättern vom angestaubten Ehrenkranz (leicht angebrochen, aber stolz mitgekocht) und einem Schuss Franz-Josef-Geist aus alten Reden.
Zum Schluss ein unschuldiges Sträußchen Edelweiß langsam zerkochen, bis nichts als Bitterkeit bleibt. Auf mittlerer Wahlkampfhitze mindestens vier Jahre ziehen lassen – gelegentlich umrühren mit Schuldzuweisungen.
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Anrichten
Serviert wird der sau’re Hirnpresssack auf einem Spottzeitbredl – geschnitzt aus einem echten Holzkopf, der noch immer hinter der Fichte auf Applaus wartet.
Dazu ein Glaserl Wutbrandler – verselbstständigt und zu stark gebrannt aus der hauseigenen Destille.
Als Garnitur: ein halbvertrockneter Heiligenschein, umschmeichelt von frischem Alpennebel, damit keiner sieht, was wirklich drin ist.
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💡 Tipp vom Schaumfresserchen:
„Je länger er zieht, desto weniger merkt man, dass er schon längst überlagert ist.“
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