Mannheim, 3. März 2025 – In der Mannheimer Innenstadt ereignete sich am Rosenmontag ein schwerer Anschlag, bei dem ein Fahrzeug gezielt in eine Menschenmenge raste. Nach offiziellen Angaben kamen dabei inzwischen mindestens zwei Personen ums Leben, mehrere wurden verletzt. Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen.
Was ist passiert? Gegen 12:15 Uhr fuhr ein Auto im Bereich Paradeplatz in der Mannheimer Innenstadt in eine Menschenmenge. Augenzeugen berichten, dass das Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit über den Friedrichsring in Richtung der Einkaufsstraße Planken raste. Dort fand zu diesem Zeitpunkt der Fasnachtsmarkt statt, der seit Donnerstag aufgebaut war und bis Dienstag laufen sollte.
Die Polizei sperrte die gesamte Innenstadt weiträumig ab, schwer bewaffnete Einsatzkräfte sicherten die Umgebung. Auch ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt. Laut neuesten Informationen bleibt die Innenstadt weiterhin abgeriegelt, und Brücken nach Ludwigshafen werden verstärkt kontrolliert.
Wer sind die Opfer? Offiziell wurde bislang der Tod von zwei Personen bestätigt. Zudem gibt es mehrere Verletzte, die in der Universitätsklinik Mannheim behandelt werden. Nach neuesten Angaben schwankt die Zahl der Verletzten je nach Quelle zwischen fünf und 14, wobei einige Berichte von bis zu 25 Verletzten sprechen, darunter 15 Schwerverletzte.
Die Mannheimer Uniklinik rief unmittelbar nach dem Anschlag den Katastrophen- und Einsatzplan aus. Acht Traumateams, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, wurden bereitgestellt. Verschiebbare Operationen wurden abgesagt, um Kapazitäten für Notfälle freizuhalten.
Wer ist der Täter? Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen. Laut neuen Informationen handelt es sich um einen 40-jährigen Deutschen aus Rheinland-Pfalz mit einem Ludwigshafener Kennzeichen. Er liegt derzeit im Krankenhaus. Nach einem Bericht der BILD soll er sich bei der Festnahme mit einer Schreckschusspistole in den Mund geschossen und lebensgefährliche Verletzungen erlitten haben.
Die Polizei hat inzwischen bestätigt, dass er als Einzeltäter handelte. Hinweise auf Mittäter haben sich nicht bestätigt. Ob es sich um eine terroristische Tat handelt, wird weiterhin geprüft. Es gibt jedoch erste Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Täters.
Wie reagieren die Behörden? Die Polizei hat die Bevölkerung über Katwarn vor einer lebensbedrohlichen Lage gewarnt und dazu aufgerufen, die Innenstadt zu meiden. Bürger wurden aufgefordert, sich in geschlossene Räume zu begeben.
Ein Hinweistelefon für Zeugen und Angehörige wurde eingerichtet, ebenso eine Zeugensammelstelle für direkte Augenzeugen des Vorfalls. Die Polizei bat zudem darum, keine Videos des Tathergangs in sozialen Netzwerken zu verbreiten, sondern sie über ein bald bereitgestelltes Hinweisportal hochzuladen.
Polizeipräsidium Mannheim Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit Celina-Marie Petersen Hinweistelefon: 0800 / 503 503 555
Politische Reaktionen Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) brach ihren Besuch des Rosenmontagszugs in Köln vorzeitig ab und ließ sich fortlaufend über die Situation informieren. Der Mannheimer Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) sowie Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) nahmen an einer Krisensitzung zur Lagebewertung teil. Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) reiste nach Mannheim, um sich ein Bild der Lage zu machen.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier drückte den Angehörigen der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus. CDU-Chef Friedrich Merz erklärte, dass Deutschland wieder ein sicheres Land werden müsse und solche Taten verhindert werden müssten.
Welche Folgen hat der Anschlag? Die Mannheimer Innenstadt bleibt weiterhin abgeriegelt, der Verkehr ist massiv beeinträchtigt. Alle größeren Straßen und Brücken in Richtung Ludwigshafen werden streng kontrolliert, ein Hubschrauber kreist über dem Stadtgebiet. Die Polizei geht davon aus, dass die Absperrmaßnahmen noch bis in die Nacht andauern werden.
Der Vorfall erinnert an frühere Anschläge in Deutschland. Erst im Dezember 2024 raste ein Mann mit einem Auto auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt und tötete sechs Menschen. Mitte Februar 2025 kam es in München zu einem ähnlichen Anschlag auf eine Demonstration, bei dem eine junge Frau und ein Kind ums Leben kamen.
In Heidelberg und umliegenden Städten wurden Fastnachtsumzüge abgesagt. In Stuttgart hingegen soll der große Fastnachtsumzug wie geplant stattfinden, da die Stadt bereits nach dem Anschlag in München verschärfte Sicherheitsmaßnahmen getroffen hatte.
Die Ermittlungen in Mannheim werden voraussichtlich noch Tage andauern. Die Polizei ruft weiterhin dazu auf, Hinweise zu möglichen Hintergründen und Beobachtungen zu melden.
Nach aktuellen Berichten handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um Alexander S. einen psychisch auffälligen Deutschen.
Erhalten Sie regelmäßig klare, unabhängige Analysen und Nachrichten direkt in Ihr Postfach – von GFrei.News.
Auch Updates und Aktuelles zu unserer DSGVO-GEZ-Aktion!
Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter!


