78 physische Anschläge und Sabotageakte gegen Deutschlands Infrastruktur in fünf Jahren
Brände in Kabelschächten, durchsägte Strommasten, manipulierte Stellwerke, beschädigte Gasleitungen und Angriffe auf Mobilfunkanlagen: Eine Auswertung öffentlich zugänglicher Polizei-, Justiz-, Behörden- und Medieninformationen dokumentiert für Deutschland zwischen dem 1. September 2021 und dem 1. September 2026 insgesamt 78 einzelne Taten und ernsthaft begonnene Versuche. 42 richteten sich gegen den Schienenverkehr, 26 gegen die Strom- und Energieversorgung und zehn gegen weitere physische Infrastruktur.
Untersuchungszeitraum: 1. September 2021 bis 1. September 2026
Erfasste Einzeltaten: 78
Davon Bahn: 42
Davon Strom und Energie: 26
Davon weitere Infrastruktur: 10
Öffentlich konkret benannte Tatverdächtige: 11
Festgenommen und zeitweise in Untersuchungshaft: 2
Bis zum Stichtag verurteilt: 0
Nach einer Verurteilung inhaftiert: 0
Gesamtbild nach Kategorien
| Kategorie | Einzeltaten | Anteil | Typische Ziele | Häufige Folgen |
|---|---|---|---|---|
| Schienenverkehr | 42 | 53,8 % | Signalkabel, Stellwerke, Kabelschächte, Bahnkommunikation, Bauzüge und Bahnbaumaschinen | Zugausfälle, Umleitungen, gesperrte Strecken, Ausfall von Signal- und Kommunikationstechnik |
| Strom und Energie | 26 | 33,3 % | Hochspannungsmasten, Umspannwerke, Stromkabel, Gas- und Geothermieleitungen, Energieanlagen | Stromausfälle, Produktionsstillstände, Schäden an Leitungsnetzen und Energieanlagen |
| Weitere Infrastruktur | 10 | 12,8 % | Mobilfunkmasten, Glasfaser, Telekommunikationskabel und Baumaschinen | Telefon-, Internet- und Mobilfunkausfälle sowie Sachschäden |
| Gesamt | 78 | 100 % | Physische Anschläge, schwere Sabotage und ernsthaft begonnene Versuche | |
Betroffene Fahrgäste und Bürger
| Kategorie | Öffentlich bezifferte Mindestzahl | Berechnungsbasis | Was nicht eingerechnet ist |
|---|---|---|---|
| Bahnfahrgäste | mindestens 240.000 Betroffenenvorgänge | Berlin, 2. August 2024: „hunderttausende“, konservativ mit mindestens 200.000 angesetzt; Duisburg–Düsseldorf 2025 und Lehrte 2025 jeweils „Zehntausende“, konservativ mit mindestens 20.000 angesetzt. | Alle übrigen Bahnangriffe ohne veröffentlichte Fahrgastzahl, darunter Hamburg 2023 mit mehr als 100 veränderten oder ausgefallenen Verbindungen. |
| Bürger bei Energieangriffen, strenge Untergrenze | mindestens 200.000 | Berlin-Johannisthal: 50.000 Haushalte mindestens als 50.000 Menschen; Berlin-Lichterfelde: rund 100.000 Menschen; Reutlingen: rund 30.000 Menschen; Grünheide: „Zehntausende“, konservativ mindestens 20.000. | Weitere Haushaltsmitglieder in Johannisthal, Beschäftigte, Pendler, Patienten sowie kleinere Stromausfälle ohne Personenzahl. |
| Bürger bei Energieangriffen, realistisch-konservative Näherung | rund 240.000 oder mehr | Für die 50.000 Johannisthaler Haushalte wurde näherungsweise die Berliner Durchschnittsgröße von 1,76 Personen verwendet; die übrigen Mindestwerte bleiben unverändert. | Unternehmensbeschäftigte und alle nicht bezifferten Versorgungsunterbrechungen. |
| Weitere Infrastruktur | mindestens 3.400 Haushalte plus rund 400 Anschlüsse | Potsdam 2025: etwa 3.400 Vodafone-Haushalte; Leverkusen 2026: etwa 400 Telefonanschlüsse. | Mobilfunknutzer und Betroffene anderer Telekommunikationsangriffe ohne veröffentlichte Zahlen. |
Finanzieller Schaden: belastbare Untergrenzen statt Scheingenauigkeit
Auch beim Geld gibt es keine vollständige amtliche Gesamtrechnung. Teilweise nennen Polizei oder Betreiber Reparaturkosten, teilweise nur grobe Größenordnungen. Produktionsausfälle und volkswirtschaftliche Folgeschäden sind zudem etwas anderes als die unmittelbare Beschädigung einer Anlage. Deshalb werden beide Ebenen getrennt.
Die breiteren wirtschaftlichen Folgen liegen wesentlich höher. Für den Produktionsstillstand bei Tesla in Grünheide reichten veröffentlichte Schätzungen je nach Methode von etwa 300 bis 420 Millionen Euro entgangener Produktion bis zu einer hohen dreistelligen Millionensumme beziehungsweise einer Unternehmensangabe in der Größenordnung von rund einer Milliarde Euro. Für den Berliner Technologie- und Wissenschaftsstandort Adlershof wurden nach dem Stromausfall 2025 Schäden von 30 bis 70 Millionen Euro genannt. Hinzu kamen Millionenfolgen in Lichterfelde und Reutlingen.
Als grobe Spannweite der öffentlich diskutierten wirtschaftlichen Folgen ergibt sich damit etwa 350 Millionen bis 1,1 Milliarden Euro.
42 einzelne Angriffe auf den Schienenverkehr
Die Bahn ist die am häufigsten angegriffene Kategorie. Besonders oft traf es Signalkabel, Kabelschächte und Stellwerkstechnik. In einigen Fällen verbrannten Täter betriebliche Fahrzeuge oder Baumaschinen. Bekennerschreiben stammten häufig aus dem autonomen oder linksextremistischen Spektrum; bei zahlreichen schweren Fällen blieb das Motiv jedoch völlig offen.
| Nr. | Datum und Ort | Tat und Wirkung | Bekenntnis oder Zuschreibung | Verdächtige, Haft und Urteil |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 21.03.2022, Frankfurt (Oder)–Berlin | Brand in einem Kabelkanal; Ausfälle und Verspätungen im Regional- und S-Bahn-Verkehr. | Anonymes Schreiben auf de.indymedia mit Bezug zur Tesla-Werkeröffnung. | Keine öffentlich bekannte Festnahme, Anklage oder Strafe. |
| 2 | 05.09.2022, Bernau–Berlin | Feuer in einem Kabelschacht; S-Bahn- und Zugverkehr gut zwei Stunden unterbrochen. | „Revolutionäre Eisenbahner in der Klimagerechtigkeitsbewegung“. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 3 | 08.10.2022, Herne und Berlin-Karow | Die beiden redundanten Glasfaserverbindungen des digitalen Bahnfunks GSM-R wurden am selben Morgen gezielt durchtrennt. Der Zugfunk fiel in weiten Teilen Norddeutschlands aus; Fern-, Regional- und Güterverkehr standen rund drei Stunden still, Tausende Reisende strandeten. Der koordinierte Angriff fiel zeitlich mit der großen AfD-Demonstration in Berlin zusammen. | Kein Bekennerschreiben. Aufgrund der gezielten Ausschaltung beider redundanter Datenwege und des politischen Kontexts wird der Vorgang in dieser Auswertung als politisch motivierter Sabotageanschlag behandelt. | Zwei Tatverdächtige wurden später öffentlich genannt; keine Untersuchungshaft und keine bekannte Verurteilung. Die politische Einordnung dieser Auswertung bleibt bestehen. |
| 4 | 11.12.2022, Essen-Dellwig | Einbruch in zwei Stellwerkgebäude einer Güterstrecke; wichtige Kabel in mehreren Schaltkästen gezielt durchtrennt. | Kein Bekenntnis; Motiv unbekannt. | LKA-Staatsschutz ermittelte; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 5 | 29.01.2023, Essen-Kray, Essen-Stadtwaldwende, Leverkusen-Küppersteg und Schwelm | Vier Stellwerke am selben Tag manipuliert und Technik stromlos geschaltet; mehrere Züge automatisch gestoppt. Wegen des belegten Zusammenhangs als eine Operation gezählt. | Kein Bekenntnis. | Drei Verdächtige im Alter von 16, 18 und 22 Jahren; Durchsuchungen, aber keine Haftbefehle. Ein 15-Jähriger wurde als Zeuge geführt. Keine bekannte Anklage oder Strafe. |
| 6 | Januar–April 2023, Großraum Düsseldorf, Einzeltat 1 | Erster von fünf öffentlich bestätigten KAB-Brandanschlägen auf Signalkabel; genaues Datum und genauer Tatort nicht veröffentlicht. | Kommando Angry Birds, kurz KAB. | Kein KAB-Mitglied öffentlich identifiziert; keine Festnahme oder Strafe. |
| 7 | Januar–April 2023, Großraum Düsseldorf, Einzeltat 2 | Zweiter Brandanschlag der Fünferserie auf Signalkabel; Einzelheiten nicht veröffentlicht. | KAB. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 8 | Januar–April 2023, Großraum Düsseldorf, Einzeltat 3 | Dritter Brandanschlag der Fünferserie auf Signalkabel; Einzelheiten nicht veröffentlicht. | KAB. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 9 | Januar–April 2023, Großraum Düsseldorf, Einzeltat 4 | Vierter Brandanschlag der Fünferserie auf Signalkabel; Einzelheiten nicht veröffentlicht. | KAB. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 10 | Januar–April 2023, Großraum Düsseldorf, Einzeltat 5 | Fünfter Brandanschlag der Fünferserie auf Signalkabel; Einzelheiten nicht veröffentlicht. | KAB. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 11 | 14.06.2023, Berlin-Wedding/Westhafen | Vorsätzliches Feuer beschädigte das Signalsystem am nördlichen Ring; Regional-, Ringbahn- und Fernverkehr bis 17. Juni beeinträchtigt. | Kein Bekenntnis; politisches Motiv geprüft. | Staatsschutzermittlungen; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 12 | 27.07.2023, Berlin-Mitte | Angriff auf eine DB-Geschäftsstelle: zwei Fahrzeuge angezündet, Scheiben zerstört und Nagelsperre ausgelegt. | Schriftzug „Stop Tren Maya“; politischer Hintergrund angenommen. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 13 | Nacht 07./08.09.2023, Hamburg | Drei Kabelschächte in einer koordinierten Operation angezündet; Hamburg–Berlin und Hamburg–Rostock stark beeinträchtigt, mehr als 100 Verbindungen verändert oder gestrichen. | Schreiben „Verkehrsadern der kapitalistischen Infrastruktur sabotiert“ im Switch-Off-Umfeld. | Generalbundesanwalt ermittelte; keine bekannte Festnahme, Anklage oder Strafe. |
| 14 | 02.10.2023, Tüßling–Mühldorf am Inn | Bahnkabel angezündet; Strecke am Vormittag vollständig stillgelegt. Getrennt vom Angriff auf die Geothermieanlage Polling gezählt. | Politisch-extremistischer Hintergrund vermutet; kein Bekenntnis. | Keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 15 | 28.10.2023, Unterföhring | Bauzug auf einem Nebengleis angezündet; S8-Strecke für den Einsatz gesperrt. | Möglicher Zusammenhang mit der Münchner Infrastruktur-Brandserie geprüft. | Teil des EG-Raute-Prüfkomplexes; keine Verurteilung wegen dieser Tat. |
| 16 | 09.01.2024, Raum Düsseldorf | Brandsätze an einer Bahnstrecke beziehungsweise an Signalkabeln. | KAB-Selbstbezichtigung. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 17 | Nacht 05./06.02.2024, Bremen | Zwei DB-Fahrzeuge in einem zusammengehörigen Angriff durch Brandsätze zerstört. | „Switch Off Tren Maya – Disrupt Deutsche Bahn“. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 18 | 29.07.2024, Bremen, Strecke Bremen–Hamburg | Leitungen in einem Kabelschacht am Bahndamm vorsätzlich angezündet; erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen. | Späteres Switch-Off-Schreiben reklamierte Angriffe dieser Woche; Urheberschaft nicht abschließend bestätigt. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 19 | 31.07.2024, Oberhaching | An acht Stellen eines Bauzuges beziehungsweise von Bahnbaumaschinen Feuer gelegt; mittlerer sechsstelliger Schaden. | Mutmaßlich linksextremistische Münchner Serie, EG Raute. | Zwei Verdächtige Februar bis September 2025 in U-Haft. Im März 2026 Anklage gegen einen 32-Jährigen; Verfahren gegen die Mitbeschuldigte eingestellt. Bis zum Stichtag kein Urteil. |
| 20 | 02.08.2024, Berlin | Brand in einem DB-Kabelschacht. Über fünf Tage mehr als 2.300 Züge und nach Bahnangaben hunderttausende Fahrgäste betroffen. | Im Verfassungsschutzbericht im Switch-Off-Zusammenhang dargestellt. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 21 | 21.08.2024, Mettmann | Brandanschlag auf Signalkabel. | KAB-Selbstbezichtigung. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 22 | 24.01.2025, Güterstrecke Düsseldorf–Köln | Signalkabel sabotiert; ausschließlich für Güterzüge genutzte Strecke mehrere Stunden gesperrt. | KAB-Selbstbezichtigung. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 23 | 12.02.2025, Berlin-Wuhlheide | Kabelschacht und Funktechnik angezündet; Regional- und Fernverkehr mehrere Tage beeinträchtigt. | Von der Polizei als authentisch bewertetes Schreiben militanter Tesla-Gegner. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 24 | 25.02.2025, Berlin-Marzahn | Baukräne und Signalkabel angezündet; Personenfern- und Güterverkehr betroffen. | Anonymes Schreiben aus dem militanten Tesla-/Switch-Off-Umfeld; Echtheit geprüft. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 25 | 26.05.2025, Immenhausen | Mehrere Meter Signalkabel angezündet; Strecke gesperrt, Zug angehalten und geräumt. Schaden mindestens 20.000 Euro. | Kein Bekenntnis; politisches Motiv nicht ausgeschlossen. | Staatsschutz ermittelte; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 26 | 31.07.2025, Duisburg–Düsseldorf | Zwei Brandstellen eines zusammengehörigen Angriffs in einem Kabelkanal; fünf Kabel auf rund 100 Metern ersetzt. Zehntausende Fahrgäste betroffen. | KAB-Selbstbezichtigung. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 27 | 01.08.2025, Hohenmölsen/Webau | Strom- und Datenkabel einer Kohle-Güterbahn angeschmort; Bahnübergangssicherung beeinträchtigt. | Kein Bekenntnis; Motiv unbekannt. | Staatsschutz ermittelte; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 28 | 22.08.2025, Wuppertal-Oberbarmen | Brandbeschleuniger an drei Weichen angebracht und zwei Kabel durchtrennt; keine größere Betriebswirkung. | Kein Bekenntnis. | Staatsschutz ermittelte; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 29 | 01.09.2025, Koblenz-Lützel | Hochspannungskabel angeflext; Kurzschluss, Stichflamme und Kabelbrand. Ersatzspeisung verhinderte Zugausfälle. | Kein Bekenntnis. | Bundespolizei ermittelte wegen Sabotageverdachts; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 30 | 12./13.09.2025, Lehrte | Steuerungs- und Sicherungskasten zerstört; mehr als 250 Züge und Zehntausende Fahrgäste auf der Achse Hannover–Berlin betroffen. | Kein Bekenntnis. | Polizei ging von schwerer vorsätzlicher Brandstiftung aus; keine bekannte Festnahme. |
| 31 | 22.09.2025, Leverkusen | Unterirdischen Kabelschacht geöffnet und an mindestens zwei Punkten derselben Nacht sämtliche Kabel durchtrennt; Stellwerk außer Betrieb. | Kein Bekenntnis; Diebstahl ausgeschlossen. | Staatsschutz ermittelte; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 32 | 22.09.2025, Herzogenrath-Kohlscheid | Bahnkabel gezielt beschädigt; Verkehrsbeeinträchtigungen. | Kein Bekenntnis. | Staatsschutz und Staatsanwaltschaft Aachen ermittelten; keine bekannte Festnahme. |
| 33 | 23.09.2025, Heinsberg-Dremmen | Kabel beschädigt und Feuer gelegt; RB33 sowie lokale Telekommunikation beeinträchtigt. | Kein Bekenntnis. Zusammenhang mit Herzogenrath wurde geprüft, aber nicht belegt. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 34 | 30.11.2025, Viersen | Kabelkanal vorsätzlich angezündet; Regional- und Güterverkehr Viersen–Krefeld beeinträchtigt. | Kein Bekenntnis. | Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung; keine bekannte Festnahme. |
| 35 | 26.01.2026, Kaarst | Erste Kabeldurchtrennung entlang der Regiobahntrasse; auch Leitungen des Autobahnbetriebs betroffen. | Kein Bekenntnis. | Staatsschutz ermittelte; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 36 | 28.01.2026, Kaarst | Zweite Kabeldurchtrennung in eigener Tatnacht; Verkehr der S28 zwischen Neuss und Kaarst eingestellt. | Kein Bekenntnis. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 37 | 16.02.2026, Magdeburg-Sudenburg | Abgestellten Auto-Güterzug angezündet; 13 Neuwagen sowie Oberleitung und Gleise beschädigt. Schaden rund 1,5 Millionen Euro. | Kein Bekenntnis; Zielrichtung ungeklärt. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 38 | 17.03.2026, Strecke Mühldorf–Freilassing | Mehrere Kabelbrandstellen am selben Nachmittag als zusammengehöriger Angriff; Signale ausgefallen und Personenverkehr eingestellt. | Kein Bekenntnis; politisches Motiv möglich. | Staatsschutz ermittelte; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 39 | 10.07.2026, nördlich Leverkusen | Zwei Kabelschächte in einer Operation angezündet; erhebliche Fern- und Regionalverkehrsausfälle bis 11. Juli. | Detaillierte KAB-Selbstbezichtigung. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 40 | 14.07.2026, Neu Wulmstorf | Verteilerkasten an der Bahnstrecke vorsätzlich angezündet; Verkehr Hamburg–Cuxhaven gestört. | Kein Bekenntnis. | Generalstaatsanwaltschaft Celle ermittelte wegen Anfangsverdachts verfassungsfeindlicher Sabotage; keine Festnahme. |
| 41 | Nacht 06./07.08.2026, Leverkusen-Manfort | Strom-, Daten- und Glasfaserkabel durchtrennt. Bahnleitungen dort nicht in Betrieb; rund 400 Telefonanschlüsse betroffen. | Kein Bekenntnis. | Staatsschutz sprach von versuchter Sabotage; keine bekannte Festnahme. |
| 42 | 23.08.2026, Backnang-Maubach | Mehrere Leitungen mit Werkzeug durchtrennt; Bahn-, Internet- und Telefonverbindungen fielen aus. | Kein Bekenntnis. | Staatsschutz ermittelte; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
26 einzelne Angriffe auf Strom- und Energieanlagen
Die Energieangriffe waren seltener als die Bahnangriffe, hatten aber im Durchschnitt die gravierenderen Folgen. Trafen Täter Hochspannungsmasten, Umspannwerke oder zentrale Kabeltrassen, waren teils Zehntausende Haushalte, Kliniken, Unternehmen, Verkehrsanlagen und Kommunikationseinrichtungen gleichzeitig betroffen. Hinzu kommen Angriffe auf Gas-, Geothermie- und Windenergieanlagen.
| Nr. | Datum und Ort | Tat und Wirkung | Bekenntnis oder Zuschreibung | Verdächtige, Haft und Urteil |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Nacht 06./07.12.2022, Tagebau Garzweiler/Lützerath | Transformator und Kabel einer Kohlebahn beziehungsweise Tagebauanlage angezündet; betriebliche Energieversorgung angegriffen. | Linksextremistischer beziehungsweise klimapolitischer Kontext; keine öffentlich identifizierte Person. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 2 | Nacht 23./24.04.2023, Tagebau Inden | Erster Brandangriff auf Förder- und Energieanlagen; erheblicher Sachschaden. | „Gegenangriff – Für das gute Leben für Alle“, GAFFA. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 3 | Nacht 12.06.2023, Berlin | Versorgungskabel eines Heizkraftwerks angezündet; Angriff auf Energieinfrastruktur. | Switch-Off-Umfeld. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 4 | Nacht 03./04.09.2023, Tagebau Inden | Zweiter, zeitlich selbstständiger Brandangriff auf Anlagen des Tagebaus. | GAFFA. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 5 | 02.10.2023, Polling | Explosionen und Brände an der im Bau befindlichen Geothermieanlage; elf Maschinen beschädigt oder zerstört. Zusammen mit dem getrennten Bahnkabelbrand rund 2,5 Millionen Euro Schaden. | Politisch motivierter extremistischer Hintergrund vermutet; kein Bekenntnis. | Keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 6 | 23.10.2023, Grünwald/Perlacher Forst | An drei Punkten derselben Anlage Feuer an der Geothermie-Nordanbindung gelegt; Leitungen und Armaturen beschädigt. Hoher sechsstelliger Schaden. | Kein Bekenntnis; Zusammenhang mit Münchner Brandserie geprüft. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 7 | November/Dezember 2023, LNG-Leitung Brunsbüttel–Hetlingen, Bohrstelle 1 | Erstes von acht bestätigten, räumlich getrennten Löchern in die noch nicht betriebene ETL-180-Gasleitung. | Kein Bekenntnis; Motiv unbekannt. | Generalbundesanwalt ermittelte wegen Sabotageverdachts; keine bekannte tatverdächtige Person. |
| 8 | November/Dezember 2023, LNG-Leitung Brunsbüttel–Hetlingen, Bohrstelle 2 | Zweite bestätigte Bohrstelle; genauer Tatzeitpunkt und genaue Position nicht veröffentlicht. | Kein Bekenntnis. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 9 | November/Dezember 2023, LNG-Leitung Brunsbüttel–Hetlingen, Bohrstelle 3 | Dritte bestätigte Bohrstelle. | Kein Bekenntnis. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 10 | November/Dezember 2023, LNG-Leitung Brunsbüttel–Hetlingen, Bohrstelle 4 | Vierte bestätigte Bohrstelle. | Kein Bekenntnis. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 11 | November/Dezember 2023, LNG-Leitung Brunsbüttel–Hetlingen, Bohrstelle 5 | Fünfte bestätigte Bohrstelle. | Kein Bekenntnis. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 12 | November/Dezember 2023, LNG-Leitung Brunsbüttel–Hetlingen, Bohrstelle 6 | Sechste bestätigte Bohrstelle. | Kein Bekenntnis. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 13 | November/Dezember 2023, LNG-Leitung Brunsbüttel–Hetlingen, Bohrstelle 7 | Siebte bestätigte Bohrstelle. | Kein Bekenntnis. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 14 | November/Dezember 2023, LNG-Leitung Brunsbüttel–Hetlingen, Bohrstelle 8 | Achte bestätigte Bohrstelle. Gesamtschaden der acht Stellen mindestens rund 1,6 Millionen Euro. | Kein Bekenntnis. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 15 | 05.03.2024, Steinfurt bei Grünheide | Erdkabel und Material unter einem Hochspannungsmast angezündet; Tesla-Werk sowie Betriebe, Einrichtungen und Haushalte fast eine Woche betroffen. | „Vulkangruppe Tesla abschalten!“. | Generalbundesanwalt ermittelte unter anderem wegen Terrorverdachts; keine bekannte Festnahme, Anklage oder Strafe. |
| 16 | 08.09.2024, Berg am Starnberger See | Zugang einer Windkraftanlage gewaltsam geöffnet und Brandsatz eingebracht; Feuer erlosch vor Übergriff auf die Technik. Etwa 10.000 Euro Schaden. | Kein Bekenntnis; EG-Raute-Komplex. | Zwei Verdächtige 2025 zeitweise in U-Haft. Anklage gegen einen 32-Jährigen im März 2026; bis zum Stichtag kein Urteil. |
| 17 | 20.04.2025, Albig | Beine eines Hochspannungsmasts angesägt; Mast stürzte um. Mindestens 100.000 Euro Schaden und kurzer Stromausfall in mehreren Gemeinden. | Kein Bekenntnis; politisches Motiv nicht ausgeschlossen. | Generalstaatsanwaltschaft und LKA ermittelten; keine bekannte Festnahme. |
| 18 | 29.04.2025, Berlin-Dahlem/Zehlendorf | Trafostation und Funkmast angezündet; lokaler Strom- und Kommunikationsausfall. | Als authentisch bewertetes Vulkangruppen-Schreiben. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 19 | 09.09.2025, Berlin-Johannisthal | Zwei Hochspannungsmasten in einer Operation angezündet; rund 50.000 Haushalte und 2.000 Betriebe betroffen, vollständige Wiederherstellung nach etwa 60 Stunden. | „Einige Anarchist“; im Verfassungsschutzbericht als glaubhafte Selbstbezichtigung behandelt. | Durchsuchungen bei vier Verdächtigen im März 2026, keine Festnahmen, keine Anklage und keine Strafe. |
| 20 | 03.01.2026, Berlin-Lichterfelde | Kabelbrücke angezündet; fünf Hochspannungs- und zehn Mittelspannungskabel beschädigt. Rund 45.000 Haushalte, 2.200 Betriebe und etwa 100.000 Menschen betroffen. | „Vulkangruppe: Den Herrschenden den Saft abdrehen“; Identität innerhalb des Vulkangruppen-Spektrums umstritten. | Generalbundesanwalt ermittelte als Terrorismusfall; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 21 | Anfang Januar 2026, Erkrath | Nicht gezündeter Brandsatz in einem Umspannwerk nach Selbstbezichtigung gefunden; ernsthaft begonnener Versuch. | KAB. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 22 | 25.05.2026, Garching | Zwei Strommasten in einer zusammengehörigen Operation angezündet; kurzzeitige Ausfälle in Ismaning und Umlandgemeinden. | Kein Bekenntnis; politischer Hintergrund geprüft. | Staatsschutz beziehungsweise ZET ermittelten; keine bekannte Festnahme. |
| 23 | Nacht 07./08.06.2026, Pentling | Selbstgebauter Brandsatz an einem Strommast gezündet; Feuer griff nicht auf die Kabel über. | Kein Bekenntnis. | ZET und BLKA ermittelten; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 24 | 08.06.2026, Regensburg/Pfaffensteiner Wehr | Energie- und Datenkabel in einem Schacht nahe Wasserkraftwerk angezündet; begrenzter Ausfall, rund 240.000 Euro Schaden. | Kein Bekenntnis. | Als eigener zweiter Brandanschlag untersucht; keine bekannte Festnahme. |
| 25 | 08.06.2026, Reutlingen-West | Mehrere Brandstellen in einem Umspannwerk; rund 30.000 Menschen beziehungsweise 7.600 Gebäude betroffen. Reparatur über Monate, Millionenschaden. | Kein Bekenntnis; Motiv unbekannt. | Staatsschutz und Anti-Terror-Ermittler; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 26 | 01.09.2026, Turnow-Preilack/Jänschwalde | Sprengstoffbestückte Vorrichtungen an beziehungsweise nahe einem Umspannwerk gefunden und entschärft. Als versuchter Angriff aufgenommen, abschließende Einordnung am Stichtag offen. | Kein Bekenntnis; Täter und Motiv unbekannt. | Keine Festnahme oder Strafe; laufender Anfangsverdacht. |
Zehn Angriffe auf weitere physische Infrastruktur
Die dritte Kategorie umfasst vor allem Telekommunikationsanlagen, Glasfasertechnik und Baumaschinen mit unmittelbarem Infrastrukturbezug. Die drei im Mai 2025 angegriffenen Mobilfunkmasten werden entsprechend der Einzeltat-Regel getrennt gezählt, auch wenn KAB sie gemeinsam reklamierte.
| Nr. | Datum und Ort | Tat und Wirkung | Bekenntnis oder Zuschreibung | Verdächtige, Haft und Urteil |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 26.05.2023, München-Harlaching | 26 Glasfaserkabeltrommeln auf einem Firmengelände angezündet; rund 230.000 Euro Schaden. | Mutmaßlich linksextremistische Münchner Infrastrukturserie; kein für die Einzeltat verifiziertes Bekenntnis. | Von EG Raute untersucht; keine bekannte Festnahme oder Strafe speziell für diese Tat. |
| 2 | 09.06.2023, München-Trudering-Riem | Rund 30 Meter hohen Telekommunikationsmast angezündet und zerstört. | Der Münchner autonom-anarchistischen Brandserie zugerechnet; Urheberschaft ungeklärt. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 3 | 08.07.2023, Unterföhring | Versuch, Baumaschinen und Material anzuzünden; Glasfaser-Leerrohre beschädigt und Hochdruck-Gasleitung stark erhitzt. | EG-Raute-Prüfkomplex; kein belastbar bestätigtes Bekenntnis. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe für diese Tat. |
| 4 | 19.10.2023, Berlin-Lichtenberg | Kabel eines Telekommunikationsmasts durch Feuer beschädigt. | Schriftzug und Selbstbezichtigung im Switch-Off-Umfeld. | Staatsschutz ermittelte; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 5 | 04.04.2024, München | Vier Baumaschinen für die zweite S-Bahn-Stammstrecke angezündet; rund 500.000 Euro Schaden. | Münchner Infrastrukturserie; konkreter Urheber nicht geklärt. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe für diese Tat. |
| 6 | Mai 2025, Erkrath | Erster von drei räumlich getrennten Angriffen auf Mobilfunkmasten. | KAB-Selbstbezichtigung. | Kein KAB-Mitglied öffentlich identifiziert; keine Festnahme oder Strafe. |
| 7 | Mai 2025, Hilden | Zweiter räumlich getrennter Angriff auf einen Mobilfunkmast. | KAB-Selbstbezichtigung. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 8 | Mai 2025, Langenfeld | Dritter räumlich getrennter Angriff auf einen Mobilfunkmast. | KAB-Selbstbezichtigung. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 9 | 07.08.2025, Potsdam | Kabelschacht an einer Bahnbrücke angezündet; etwa 3.400 Vodafone-Haushalte und mehrere Mobilfunkstandorte betroffen. Bahnverkehr nicht beeinträchtigt. | Kein Bekenntnis; politisches Motiv geprüft. | LKA Brandenburg ermittelte; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
| 10 | 12.01.2026, Viersen-Süchteln | Explosion an einem Schaltschrank eines Mobilfunkmasts; Dienstbetrieb blieb nach Polizeiangaben erhalten. | Kein Bekenntnis; möglicher politischer Anschlag geprüft. | Staatsschutz ermittelte; keine bekannte Festnahme oder Strafe. |
Wer bekannte sich zu den Angriffen?
Bekennerschreiben sind für die politische Einordnung wichtig, aber kein gerichtsfester Beweis für die Identität der Täter. Mehrere verwendete Namen dürften eher Kampagnenlabels oder wechselnde Kleingruppen als fest umrissene Organisationen bezeichnen. Wo Behörden ein Schreiben als plausibel oder authentisch einordneten, ist das in den Einzeltabellen vermerkt.
| Name oder Umfeld | Öffentlich reklamierte beziehungsweise zugeschriebene Ziele im Datensatz | Einordnung | Ermittlungsergebnis bis 01.09.2026 |
|---|---|---|---|
| Kommando Angry Birds, KAB | Vor allem Bahn-Signalkabel im Raum Düsseldorf und Leverkusen, außerdem drei Mobilfunkmasten und ein versuchter Angriff auf ein Umspannwerk. | Anonymes linksextremistisches beziehungsweise autonomes Label; die erste Serie umfasste allein fünf einzelne Bahnangriffe. | Kein öffentlich identifiziertes Mitglied, keine Festnahme, keine Verurteilung. |
| Switch Off | Bahnkabel, DB-Fahrzeuge, Telekommunikation und weitere Infrastruktur. | Dezentrale militante Kampagne, keine klar abgegrenzte Organisation. Nicht jedes Schreiben wurde behördlich abschließend bestätigt. | Keine öffentlich bekannte Verurteilung für die hier erfassten Switch-Off-Taten. |
| Vulkangruppen | Grünheide 2024, Berlin-Dahlem 2025 und Berlin-Lichterfelde 2026. | Wechselnde anonyme Zellen oder Labels. Eine personelle Kontinuität ist nicht bewiesen; im Lichterfelde-Fall gab es sogar eine öffentliche Distanzierung aus dem eigenen Spektrum. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Verurteilung. |
| „Einige Anarchisten“ | Strommastanschlag Berlin-Johannisthal vom 9. September 2025. | Selbstbezichtigung wurde im Verfassungsschutzbericht als glaubhaft behandelt. | Vier Verdächtige, Durchsuchungen, aber keine Festnahme, Anklage oder Strafe bis zum Stichtag. |
| GAFFA | Zwei getrennte Angriffe auf Tagebauanlagen in Inden 2023. | „Gegenangriff – Für das gute Leben für Alle“; militantes klimapolitisches Umfeld. | Keine öffentlich bekannte Festnahme oder Verurteilung. |
| Weitere Selbstbezichtigungen | Bernau–Berlin 2022, Tesla-bezogene Berliner Bahnangriffe sowie „Stop Tren Maya“. | Unterschiedliche anonyme Bezeichnungen und Aktionszusammenhänge. | Keine öffentlich bekannte Verurteilung in den hier erfassten Fällen. |
| Ohne Bekennerschreiben | Großer Teil der Bahn-, Energie- und Telekommunikationssabotage, darunter LNG-Leitung, Albig, Lehrte, Reutlingen und zahlreiche Kabeldurchtrennungen. | Vorsatz teils klar, Motiv und Täter aber ungeklärt. Eine politische Zuschreibung wäre ohne weitere Belege spekulativ. | Überwiegend keine öffentlich bekannte Festnahme oder Strafe. |
Elf Verdächtige, zwei Festnahmen, keine Verurteilung
Der Kontrast zwischen Tatmenge und Ermittlungserfolg ist einer der auffälligsten Befunde. Öffentlich konkret benannt wurden bis zum Stichtag elf Tatverdächtige. Bei der Zählung werden Personen nicht doppelt gerechnet, wenn sie in mehr als einer Kategorie auftauchen. Nur zwei Personen wurden festgenommen und zeitweise in Untersuchungshaft genommen. Eine rechtskräftige oder auch nur erstinstanzliche Verurteilung wegen einer der 78 Taten war bis zum 1. September 2026 nicht öffentlich bekannt.
| Ermittlungskomplex | Verdächtige | Festnahmen und Haft | Anklage | Urteil und Haftstrafe |
|---|---|---|---|---|
| GSM-R-Sabotage in Herne und Berlin-Karow am 08.10.2022 | 2 Verdächtige | Keine Untersuchungshaft | Keine öffentliche Anklage gefunden | Keine bekannte Verurteilung oder Haftstrafe |
| Vier Stellwerksmanipulationen am 29.01.2023 | 3 Verdächtige, 16, 18 und 22 Jahre; ein 15-Jähriger nur als Zeuge | Durchsuchungen, keine Haftbefehle | Keine spätere öffentliche Anklage gefunden | Keine bekannte Verurteilung oder Haftstrafe |
| Münchner EG-Raute-Komplex: Oberhaching und Windkraftanlage Berg | 2 Verdächtige | Beide Ende Februar bis Ende September 2025 in Untersuchungshaft, danach entlassen | Ein 32-Jähriger im März 2026 unter anderem wegen Oberhaching und Berg angeklagt; Verfahren gegen die Mitbeschuldigte eingestellt | Bis zum Stichtag kein Urteil; niemand nach Verurteilung inhaftiert |
| Berlin-Johannisthal, Strommastanschlag 09.09.2025 | 4 Verdächtige im Alter von 28, 31, 35 und 36 Jahren | Durchsuchungen am 24.03.2026, keine Festnahmen | Bis zum Stichtag keine Anklage | Keine Verurteilung oder Haftstrafe |
| Gesamt, ohne Doppelzählung | 11 | 2 festgenommen und zeitweise in U-Haft; 0 am Stichtag in U-Haft | 1 Person angeklagt | 0 verurteilt; 0 nach Verurteilung inhaftiert |
Diese Zahlen bedeuten nicht, dass die Ermittler in allen übrigen Verfahren keinerlei Spuren oder interne Verdächtige haben. Sie geben ausschließlich wieder, was öffentlich konkret mitgeteilt wurde. Gerade bei laufenden Staatsschutz- und Generalbundesanwaltsverfahren wird ein Ermittlungsstand häufig erst spät oder gar nicht veröffentlicht.
Fazit
78 schwere Angriffe auf die Deutsche Infrastruktur, hundertausende Betroffene Personen, die Schäden gehen in die Milliarden und niemand geht dafür in den Knast! Es statistisch ausgeschlossen, das dies Zufall ist.
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